Mediation in der Wirtschaft

Mediation in der Wirtschaft

In der Arbeitswelt kommt es häufig zu Konflikten, weil das Durchsetzen von eigenen Interessen oft einer harmonischen Zusammenarbeit mit Kollegen oder Geschäftspartnern entgegenwirkt.

Konflikte in und zwischen Unternehmen sind nicht grundsätzlich schlecht – wenn konstruktiv gestritten wird, werden unterschiedliche Sichtweisen klar und häufig entstehen daraus kreative Lösungsansätze. Problematisch ist nur der falsche Umgang mit Konflikten:

Da gibt es einerseits die Konfliktvermeidung – alle sind diplomatisch und nett zueinander, die tatsächlichen Sichtweisen kommen gar nicht mehr zur Sprache – Lösungen sind rasch gefunden und häufig der kleinste gemeinsame Nenner. Die andere ist die verletzende Austragung von Konflikten, die Verlierer und Rachegelüste hinterlässt.

Konfliktkosten

Zwischen Geschäftspartnern führt ein eskalierter Konflikt häufig vor Gericht. Die Kosten entstehen dabei nicht nur durch Anwaltskosten, Gutachter- und Verfahrenskosten, meist ist auch an eine weitere geschäftliche Zusammenarbeit nicht mehr zu denken und der Imageverlust nach außen ist schwer abschätzbar.

Betriebsintern hat eine Befragung des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) ergeben, dass der Anteil der konfliktbeladenen Arbeitszeit sich schon auf über 20% beläuft. Besonders bei Führungskräften schlägt sich eine “innere Kündigung” finanziell schmerzhaft nieder. Die Befragung kommt auf monatliche Kosten von über € 3.400,- je frustrierter Führungskraft.

Vorteile und Nutzen der Mediation

  • Kostenersparnis
  • Vertraulichkeit verhindert Imageverluste
  • Geschäftsbeziehungen und  Zusammenarbeit bleiben erhalten
  • Erhöhtes Verständnis für den Konfliktpartner
  • Verbesserung der Kommunikation

Mediative Elemente in der Führung

Nicht alle Prinzipien der Mediation lassen sich in der Führungsaufgabe verwirklichen. So geht Mediation von Freiwilligkeit und Ergebnisoffenheit aus – das ist im Arbeitsumfeld nicht vollinhaltlich umsetzbar.

Grundhaltungen wie Wertschätzung und Empathie, Authentizität und Selbstreflexion haben jedoch auch im Führungsverhalten einen hohen Stellenwert.

Größte Bedeutung für die Praxis haben jedoch die Hilfmittel und Werkzeuge der Mediation, mit denen es gelingt, Führungssituationen besser und erfolgreicher zu meistern. Da Führung zum größten Teil aus Kommunikation besteht, sind dies auch primär Techniken der Kommunikation und der Kreativität.

 Führen heißt, andere erfolgreich machen